Wie die Zeit rast. Nicht lang ist es her, als ich mir auf der Arbeit noch wie ein Anfaenger vorkam. Nun sitz ich hier, spaet Abends in meinem Haus (in der Einrichtung) und ueberlege, was ich die Nachtschicht wohl so veranstalten werde. Sicherheitshalber ist meine Gitarre dabei.
Die Friends schlafen momentan, bis auf einen, den ich noch ein wenig wachhalte, damit er mir morgen frueh nicht zu auf die Nerven geht.
Bis um 6 Uhr morgens wird hier wohl alles ruhig sein, dann aber werden alle Haverim auf einmal aufwachen, ab diesem Zeitpunkt hab ich nur eine Waffe: die Israelis nennen es Kaffee.
Ich mace nach einem halben Jahr mal wieder MotorFM an, stell fest, dass sich nichts verändert hat und lasse ein wenig die letzten Tage Revue passieren…
Der erste Urlaub stand naemlich an. Vier Tage hatten wir vier Voluntaere uns frei genommen. Von jeglicher Planung und Organisation, wie immer fern gehalten, erfuhr ich im Bus, dass es wohl auf die Halbinsel Sinai in Aegypten gehen wuerde.
Mit dem Nachtbus ging es 5h zur Grenze nahe Eilat, dem wohl beliebtesten Urlaubsort der Israelis. Dort stehen jedoch nur haufenweise schicke Hotels, weniger interessant.
Schon an der Grenze wurde einem Bewusst, dass es nun in ein komplett anderes, weil arabisches, Land ging. Als man in meinem Portmonaie Pillen fand, von denen nicht zwangslaufig auszugehen war, dass diese tatsaechlich Medikamente sind, klopfte man mir mit einem unglaeubigen Laecheln auf die Schulter und begruesste mich herzlich mit einem “Have fun in egypt”. Aber auch die restlichen Beamten schienen sichtlich Spass an ihrer Arbeit zu haben, im Gegensatz zu ihren israelischen Kollegen, wobei man sagen muss, dass diese auch tatsächlich arbeiten..
Ein Mann im langen Gewand begruesste uns hinter der Grenze und bot und sogleich ein Taxi an. Kurze 45 min spaeter ging es auch tatsaechlich los. Stilecht mit arabischer Musik in einem aelteren Kleinbus ging es an der Kueste vom Roten Meer Richtung Sueden. Die Landschaft machte einen eher unwirklichen Eindruck…Zwischen Bergen und Meer standen unzaehlige Hotelruinen…Teilweise waren es richtige Geisterstaedte. Dies lag auch daran, dass momentan keine Saison ist, jedoch waren es groesstenteils einfach auch nie fertig gestellte Bauten.
Umso mehr wunderte ich mich, als es wir kurze Zeit spater am Ziel waren. Es war ein Tipp eines Arbeitskollegen. Ohne auszusteigen, wollte ich am liebsten sofort weiterfahren. Es war kein Mensch zu sehen, zu meinem Erstaunen ging ueberhaupt das Einfahrtstor auf.
Alles glich einer Geisterlandschaft. Es brauchte eine Zeit bis ich die Vorzuege dieses Ortes wahrnahm…spaetestens nachdem ich ein wenig geschlafen hatte, ich aus meiner kleinen karibisch anmutenden Huette rauskroch und nur wenige Schritte zum Meer brauchte war ich von diesem Ort ueberzeugt.
Hier konnte man es sich gut gehen lassen. Noch dazu war das Essen, das Beste was ich seit meinem Heimaturlaub zu mir nehmen konnte.
Nach zwei Tagen rumliegen und Plautze verbrennen wollten wir dann doch ein wenig Abenteuer. (Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass in dieser Gegend von ein paar Jahren Al-Quaida mal recht “aktiv” war…).
Ein uns schnell sehr symphatischer gewordener Taxifahrer stellte sich als ehemaliger Tourguide heraus. Auf der Suche nach Kamelen waren wir bei ihm an der richtigen Adresse. Er lud uns ein auf eine 2-Tages-Tour durch den Sinai…

Mit von der Partie waren neben unserm “Guide”, auch noch zwei andere Beduinen, die im Gegensatz zu ihm, den eher traditionellen Lebensstil der Beduinen pflegten.
So ging es am dritten Tag um 7 Uhr morgens raus. Nach Monaten stand ich somit mal wieder vormittags auf der Matte. Komisch wieviel man an einem Tag tatsaechlich erleben kann…
Nach einiger Fahrtzeit durch die weit und breit einzige Strasse in der Wueste, hielten wir mittem im Nirgendwo. Aus der Ferne sah man jedoch bereits vier Kamele rumstehen…Kurze Zeit spater sollte ich auch schon Platz nehmen…Das Ergebnis sah dann so aus…
Ich haette nie gedacht, dass die Dinger so unterhaltsam sein koennen. Allein die Geraeusche schienen von einer anderen Welt. So errinerten sie mich eher an die Bewohner vom Planeten Naboo. Von dem lustigen Schlabbermaul ganz zu schweigen…und ja, ich hatte vorher noch nie wirklich Kamele zu Gesicht bekommen…
So ritten wir also los. Anfangs noch an der Leine von unserern Begleitern. Immer mal wieder stiegen wir auch ab um uns Canyons anzuschauen. Diese Rumkletterei konnte man durch aus als Herausforderung fuer mich einstufen. Aber jeder von uns hatte das mit Bravour gemeistert. Somit verdienten wir uns eine Erholung in einer Oase. Dort gab es feinstes Essen und Tee und sowie die naechste exotische Herausforderung: arabische Toiletten bzw. diese lustige Loch im Boden.
Gut gestaerkt ging es dann weiter durch die felsige Wueste. Nach einer weiteren Canyonbesichtiung mit Klettereinlage ging es daran einen Schlafplatz zu finden.

Wir wollten es uns natuerlich nicht nehmen lassen die Nacht unter freiem Himmel in der Wueste zu verbringen.
An diesem Abend gab es Beduinenleben hautnah, u.a. Tee trinken, Holz sammeln, Tee trinken, Feuer machen, Tee trinken, wohlschmeckendes Essen zubereiten, Kamele einfangen, mit ueberdurchscnittlichen guten Taschenlampen spielen und Tee trinken…
Nach einer unerwartet angenehmen Nacht ging es dann am naechsten Morgen mit dem Sonnenaufgang zurueck. Unterwegs verunsicherten wir noch ein wenig die Busladungen russischer Touristen, jedoch wurden wir auch schnell beliebtes Fotomotiv.
Nun, zum Abschied wurden wir noch zum Vater unseres einen Begleiters eingeladen um ein wenig Tee zu trinken. Diese Einladung nahmen wir natuerlich gerne an. Auf zahlreichen bunten Teppichen zwischen zwischen alten Petroliumfaessern und tausenden Fliegen genosssen wir die Gastfreundschaft in der doch eher notduerftig zusammengehaltenden Huette. Dort schliefen uebrigens die Frauen, die Maenner hingegen naechtigen hinter einem Steinverschlag ein paar Schritte weiter . Muss ja alles seine Ordnung haben.
Nach einem Abschiedsfoto machten wir uns dann auch auf den Heimweg.

Es war wirklich wie nach Hause zu kommen, als wir die Grenze ueberquerten, auch wenn es bei mir wieder ein wenig gedauert hatte, da ich mal wieder einer ausgibiegeren Kontrolle unterzogen wurde.
Noch kurz zuvor Meter zurueck scherzte man mit den agyptischen Beamten bzw. scherzten die mit einem und 20 Meter weiter warteten hochprofessionelle, wie gelangweilte, Beamte. Das huebsche Maedel von Schalter 5 mal ausgenommen, die mich nach Begutachtung meines Voluntaersvisa, in ein nettes Gespraech verwickelte, an dem ich jedoch, nach fast einem halben Jahr Aufenthalt in Israel, eigentlich mit weniger Unkenntnis in hebraischer Sprache haette teilnehmen muessen. Aber das ist ein anderes Thema.
In diesem Moment fiel mir auf, dass wahrend der ganzen Zeit in Aegypten so gut wie keine einzige Frau gesehen habe…
Als man dann wieder den Schawarma in der Hand hielt, die von Beulen ubersaehten israelischen Autos wahrnahm und mal wieder in einem Bus saß, wo mehr Tickets verkauft wurden, als es Sitzplaetze gibt, schlichen sich sogar ein paar heimatliche Gefuehle ein. Man war wieder angekommen.
In diesem Sinne.
Auch euch einen erholsamen Winterurlaub.
Gruss in die Heimat.
der Matze.


















geil
einfach nur geil!
ich bin mal richtig neidisch auf dich!
wobei ich das mit der angebotenen 2 tagesreise wohl mit gemischten gefühlen gegenübergestanden hätte… weil man weis ja nie… aber is ja nich jeder al quaida da, deutsche sind ja auch alles nazis
ich hatte gestern die beste nacht seit langem
völlig steif, gut drauf und kein kater
da kann man dann schon mal drüber hinwegsehn, dass man nen cut in der hand hat, ellenbogen und hüfte schmerzen wie verrückt und die brille völlig demoliert is wenn man in marvins bett aufwacht
Man ey,
Aber gut zu wissen, dass ja alles beim Alten ist. 
Ihr seit Schwachmaten
Wo habt ihr euch denn wieder rumgetrieben?
an der ein oder anderen Stelle, hatten wir ähnliche Bedenken, nicht Al Quaida, aber man ist ja auf die Leute angewiesen und man vertraut Leuten, die man nicht kennt…Viel bei denen aber eig nicht schwer…aber natürlich immer auf der Hut sein..logisch
wir warn erst bei helen ham da trinkmaumau mit tequila gezockt, wo ich einige trinken musste… ich wette helen hat geschummelt
und dann sind marv, peter, clint und meine wenigkeit noch zum funkerberg, natürlich nich ohne vorher bei mijagi vorbeizuschaun was zu essen undn wegpils mitzunehmen. und oben gabs dann vodka-e bis zur pleite bei relativ guter musik. vom rückweg fehlt mir die erinnerung
na is ja auch alles gutgegangen
frag mich nur ob nich die eine oder andere person n tierischen sonnenbrand hatte. so wie ihr da in t-shirts rumlauft
Sport frei mein Gutster,
sehr schöner Artikel, auch sehr schöne Bilder, bat mich ja fast ein wenig gewundert, dass du da nirgends nen reisewütigen blonden punkgitarristen getroffen hast
nein aber mal im Ernst, mein Neid auf dich überwiegt fast schon meinen momentanen Hunger, wo ich hier grade im Kofferraum auf der Rückfahrt von nem Turnier sitze und seit dem Frühstück auf ne richtige Mahlzeit warte…
Freu mich nach diesem bericht glatt noch mehr aufs gemeinsame Plautzenbrennen Ende Mai
kannst uns ja auch mal son paar kamele organisieren
und nochmal großen Respekt vor und für euch, klang alles sehr flüssig dafür dass der Urlaub ungeplant war.. Zum Thema Frauen hab ich die Theorie dass euer Guide die Kamele nich einfach irgendwo gefunden hat…
Bei Wikipedia hab ich grad noch fix nachgelesen dass vor ein paar Jahren Bus- und Panzerfahrschule Wendt dort Betriebsferien gemacht hat, vor Schreck hat sich die Al Quaida dann einen ruhigeren Ort gesucht, nur falls es jemanden interessiert.
ansonsten lass dir keine Kinder unterjubeln und nich an die Klagemauer pullern, dann wird alles gut, freu mich schon
hey arsch,
bring mich doch nicht so zum Lachen, wenn ich gerade meinen manuell kredenzten Jacobskaffee schlürfe, geht doch alles auf die Tastatur…
Den blonden Hünen hab ich nicht gesehen, wobei der mittlerweile eher graue Haare haben dürfte, aber ich glaube Herrn Gonzales mit einem ?!Rudel ?! Schaafen in der Ferne ausgemacht zu haben..
(in was für Formationen bewegen sich Schaafe?) … Stadtkind… najut…
Da kann man aber ganz schön Misswirtschaft betreiben, man kann ja die Frauen nicht mal erkennen…aber ich glaube die sind einfahc nicht so oberflächlich wie unser eins…
Bzgl. der Klagemauer war ich auch schon geschäftlich unterwegs gewesen…habs aber auf den Bibelkreis geschoben, wenn schon ranpullern sollte es doch wenigstens kein Atheist im Geiste machen sondern, die Leute mit diesem Büchlein in der Hand…wäre ja langweilig sonst…
Aber wir können gerne mal zusammen ranpullern. Sowas sollte man doch mit Freunden erleben, hatte schon nen schlechtes Gefühl, als ich da so in der Wüste rumlag…
ist ja ja nicht mehr so lang hin oder?
achso, ich glob ich schau mir Madsen an, wenn ich da bin. Thomas Anders war jetzt zwar in TelAviv, aber naja…Rock ´n Roll geht Anders…haahaha…mh.
ich geh mir mal neuen Kaffee machen…voll die Sauerei hier…
trink nich so viel und lass die Haende von minderjährigen Groupies. Die wollen nur deine Seele.
Also benimm dich, bei Spiegel liest man, der Mossad treibt sich gerade sowieso gerade bei euch rum.
du bist nen arsch … hättest du mir nciht sagen können, dass daniel bei madsen noch da ist … udn ich frage noch -.-
und daniel lässt natürlich die weiblichen fans in ruh :p die brauch er gar nicht !!!
Herde nennt man das bei schafen, mein sohn, da haben wir wohl versagt; brauchst deinen kaffee bald nicht mehr manuell “herstellen”, wenn marvin das gut hinbekommt und ein plätzchen für den karton in seiner tasche findet. Sollst doch deinen besuch gut bewirten können, gastfreundlich wie du bist.
nu streitet euch mal nich meinetwegen, is ja alles gut
um die Madsenkarten kümmer ich mich diese Woche noch, um die Mossadagenten genauso (ich glaube, die streichen grad unsern Hausflur…) uuund Frau Finke hat natürlich völlig recht, dass sich Schafe Herdentiere sind
, wobei man bei der US Army auch schon Schafe ausgebildet haben soll, die sich in Schildkrötenformation fortbewegen können, man munkelt…
Aber Thomas Anders is doch echt ein Hit, also ich würde mir glatt ins Knie schießen, wenn ich ihn verpasst hätte… achso und das mit der Tastatur tut mir leid, aber vlt taugt die Plörre die du da trinkst ja ganz gut als Reinigungsmittel
na denn nochmal Petri Heil und nich vergessen, Rod loves you !!!
Na sag mal, früher hast du dich geweigert, auf ein pony zu steigen und jetzt das!! Aber gut, dass ich von diesem trip nicht wirklich vorher wusste!!!, aber jetzt bist du ja wieder zu hause; und wenn das kamel dich abgeschmissen hätte, hättest du ja sogar trampen können, wenn es da in der wüste auch busse gibt- und russisch kannste ja schließlich auch, hättest du die russischen touristen noch mehr beeindrucken können. Wo hast du denn dein hebräischbuch hingemölt? Schmeckt dir denn eigentlich noch tee? Wer hat denn die tour eigentlich geplant und wie habt ihr denn die Beduinen kennen gelernt, die euch geführt haben? Wie habt ihr eigentlich mit denen gesprochen? Naja, hat ja irgendwie alles geklappt, sogar die kamele haben euch wohl verstanden, auch wenn ihr ihnen nachrennen musstet, schade, davon gibts kein foto.
Ich hab keine Kamele eingefangen. Hab mir angeguckt, wie andere das gemacht haben! Der eine Beduine hatte nen recht gutes Englisch, von daher ging das ganz gut.
Die Mädels haben das geplant. Ich wurde nur in den Bus gesetzt.
Und unser Guide haben wir im Taxi kennen gelernt, er hatte mitbekommen, dass wir auf der Suche nach Kamelen waren…
Und die Russen…ja….ne…
hehe, auf einem pony hätte ich dich auch gern mal gesehen, aber das solltest du jetzt nicht mehr nachholen (das arme pony!!)
und ist ja mal wieder typisch, dass dir da gar nicht erst aufgefallen ist, dass keine frauen da sind …
… wie sagtest du, alles hat seine ordnung
aber ich hab positiv bemerkt, dass die frauen im haus und die männer hinterm schweineverschlag schlafen
und war ja auch typisch, dass die mädchen den trip geplant haben … wenn sie dir das überlassen würden, wärt ihr wahrscheinlich wirklich bei Al Quaida gelandet :p
finde alles in allem den bericht sehr toll … kenne sowas ja nur aus büchern … da hört man das doch gerne mal aus einer anderen blickweise
sei fein lieb
ich trinke jetzt meinen richtig leckeren kaffee :p aus und gehe in den schnee
ey, ik saß schonmal auf sonem pferd. Kamele sind aber cooler. Mir habense auch das dickste gegeben, war mir gleich symphatisch das ding.
ich bin immerlieb. ein wort.
Man fragt sich verwirrt wer auf dem Foto das Kamel ist …
hast du dir eig schon nen hotel in TelAviv gebucht…?!
und hast du dich schonmal nach dem Kevin erkundigt, der meine Schiene immernoch hat?
Den Neid, den die meisten äußern, kann ich nur teilen. Es scheint eine tolle ereignisreiche Reise gewesen zu sein.
Hier im winterwarmen Deutschland muss man sich mit anderen Dingen warme Gedanken machen.
Dass Du immer noch fleißig Gitarre übst, stelle ich mit Begeisterung fest.
:D:D
Jetzt wo ich unter die Bassisten gegangen bin, müssen wir doch eine Band gründen, die mehr Erfolg hat als KuSuMu und The Copperminers zusammen.
Ich stelle also erfreut fest, dass es Dir gut geht und Du viel Spaß hast und Dich etwas heimisch fühlst.
So die Sportfreunde stellen gerade fest, dass sie noch niemals in New York waren, so werde ich jetzt mal feststellen, wo ich noch nie war…
Ich wünsche Dir noch viel Spaß
aber nich vergessen, ich werd eure Drummer-Queen
wäre doch gelacht wenn wir nich erfolgreicher als diese KuSuMunauten werden
und nach Kais ganzen Feststellungen dürfte das auch alles ein Kinderspiel werden
Ich war übrigens auch noch nie in New York, das kann man mal nachholen…